Tierisches EiweiƟ

Egal ob Tier, Pflanze oder Mensch - jede Art hat ihre eigene, ganz individuelle Art von Eiweiß.

Das kommt daher, dass das Eiweiß aus 20 verschiedenen Aminosäuren besteht, die dann in den jeweiligen Eiweißarten verschiedene Anordnungen haben.

Wenn ein Mensch tierische Eiweiße zu sich nimmt, wird dieses während des Verdauungsprozesses in die einzelnen Aminosäuren zerlegt und dann so wieder zusammengesetzt, dass es dem arteigenen Eiweiß entspricht. Also brauchen wir im Prinzip gar nicht das Eiweiß an für sich, sondern nur die Aminosäuren, aus dem es besteht.

Selbst wenn ein Mensch menschliches Fleisch essen würde und somit arteigenes Eiweiß zu sich nehmen würde, so würde auch dieses während der Verdauung in die einzelnen Aminosäuren zerlegt.

Tierisches Eiweiß

BirgitH / pixelio.de

Tierische Eiweiße lagern wir in unseren Gelenken, in der Haut, in den Blutgefäßen und Körpergewebe (Fett-, Binde- und Muskelgewebe). Das tierische Eiweiß nehmen Menschen zu sich, in dem sie Fleisch, Milchprodukte, Fisch und Eier essen.

Tierisches Eiweiß ist jedoch nicht gesund für den menschlichen Körper. Viele Menschen sind der Meinung, dass tierisches Eiweiß für unsere Gesundheit ungemein wichtig ist. Aber eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Natürlich kann man mit tierischem Eiweiß den täglichen Bedarf an Eiweiß mengenmäßig sehr schnell decken. Das Problem hierbei ist aber, dass das tierische Eiweiß unseren Bedarf nicht nur deckt, sondern dafür sorgt, dass wir als Mensch schnell einen Überschuss an tierischem Eiweiß in uns haben. Dass das nicht gesund sein kann, liegt auf der Hand.

Aber Fleisch liefert dem Körper nicht nur tierisches Eiweiß, denn die sind nur ein geringer Bestandteil des Fleisches. Oft sind in Fleisch Medikamentenrückstände zu finden, außerdem beinhaltet Fleisch ungesunde Fette und erhöhen den Cholesterinspiegel. Schon alleine deswegen ist es ratsamer, pflanzliche und nicht tierische Eiweiße zu sich zu nehmen.

Aber auch der Überschuss an tierische Eiweiße ist gesundheitsschädlich. Eine zu eiweißreiche Ernährung führt dazu, dass der Körper übersäuert ist. Die unnötigen Eiweiße werden nämliche über die Leber abgebaut und dann weiter an die Nieren geleitet. Dort sind die tierische Eiweiße oft der Grund für Nierensteine.

Oft werden die überschüssigen Eiweiße auch wegen der Überlastung der Nieren durch die Harnsäure in Kristallen umgewandelt, die in den Gelenken gelagert werden, wo sie Gicht verursachen können.

Wenn man zu viele tierische Eiweiße zu sich nimmt, kann das außerdem dazu führen, dass Wasser und somit wichtige Mineralien aus dem Körper gespült werden, was zu einem Kalziummangel führen kann. Außerdem ist ein Überschuss an Eiweiß häufig ein Grund für Brust-, Prostata-, Gebärmutter- und Darmkrebs.

Folglich sollte man bei der Ernährung nicht nur auf die Quantität des Eiweißes, sondern auch auf die Qualität achten. Und bei der Qualität schneiden die pflanzichen Eiweiße um einiges besser ab, als tierische Eiweiße. Tierische Eiweiße schaden dem menschlichen Organismus viel mehr, als dass sie die Gesundheit fördern. Pflanzliche Eiweiße sind auch deswegen um einiges besser als tierische Eiweiße, weil man die Nahrungsmittel, die die Eiweiße enthalten, roh verzehrt werden können und somit besser überliefert werden können. Alles in allem schneiden pflanzliche Eiweiße im Vergleich sehr viel besser ab, als tierische Eiweiße. Jedoch sollte man bedenken, dass auch pflanzliche Eiweiße schädlich sein können, sofern sie im Überschuss vorhanden sind.

Bewertung dieses Artikels: Tierisches EiweiƟ 3.5 von 5 Punkten, basierend auf 33 abgegebenen Stimmen.


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Rudolf Dangl schrieb am 11.11.2015, 10:11Uhr:

"Dass das nicht gesund sein kann, liegt auf der Hand." Das tut es meiner Ansicht nach ganz und gar nicht. Denn ich könnte mir grundsätzlich einige Mechanismen vorstellen, durch die ein Eiweißüberschuss völlig unproblematisch sein könnte. Eine Erklärung, worin das gesundheitlich Problematische liegt, halte ich daher für nicht überflüssig (wird zwar später im Text nachgereicht, liegt aber nicht unbedingt "auf der Hand").

Günther W. schrieb am 29.05.2015, 12:05Uhr:

Habe lange überlegt, ob ich nicht einen Kommentar verfassen soll. Finde den Artikel gut, es wird gut ins Detail gegangen